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EINSTIEGSALTER UND DIDAKTISCHE KONZEPTION                                                       

Das Einstiegsalter für den Musikunterricht ist in den letzten Jahren ständig gesunken. Viele Kinder möchten heute schon ab dem sechsten Lebensjahr mit dem Musikunterricht beginnen. Die Musikalische Früherziehung ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung. Bei der Musikalischen Früherziehung werden Kinder auf spielerische Weise in den Bereichen Singen, Sprechen, Musik, Bewegung und Instrumentenkunde an die Musik herangeführt. Sie ist ein Teilbereich der Musikpädagogik. Bereits Kinder ab einem Alter von nur drei Monaten können bestimmte Kurse besuchen. Im Wege der musikalischen Früherziehung ist es möglich, Kindern bereits eine erhebliche musikalische Vorbildung zu verschaffen, bevor sie mit einer formalen musikalischen Ausbildung beginnen und etwa ein Instrument erlernen. Kinder, die ohne den Besuch eines Elementarkurses in den Musikunterricht kommen, haben noch keine musikalischen Vorkenntnisse, sie kommen also ohne vorgeprägten Erwartungen  zum Unterricht. Viele bewährte Unterrichtsmaterialien für den Gitarrenunterricht gehen noch von einem Anfangsalter von ca. zehn Jahren aus. Der Gitarrenunterricht mit der Altersgruppe der Sechs - bis Neunjährigen - benötigt jedoch andere Unterrichtinhalte. Die Kinder dieser Altersstufe haben andere Anforderungen an den Unterricht und bringen andere motorische, kognitive und soziale Voraussetzungen mit. Der Gitarrenunterricht muss in Methodik und Didaktik sorgfältig auf das Leistungsvermögen dieser Altersgruppe abgestimmt werden, um sichere Grundlagen zu schaffen und anhaltende Leistungsanreize zu bieten.

Musikalische Elemente:

Es soll ein sicheres Gefühl entwickelt werden für das Metrum, Taktakzente und Notenwerte (Ganze, Halbe, Viertel und Achtel) Phrasierung und Dynamik sollten anhand von Beispielen angegeben werden, die musikalische Gestaltung sollte jedoch für jedes Stück im Unterricht festgelegt werden.

Didaktische Konzeption:

Optimal ist der Gruppenunterricht mit zwei bis vier Schüler, der eine abwechslungsreiche Studiengliederung zulässt. Bei vielen Übungen/Stücken können mehrere beschäftigt werden, gleichwohl kann im Einzelunterricht auch alles mit einem Instrument realisiert werden.

Die Begleitsätze sind der jeweiligen Ausbildungsstufe anzupassen. Die Schüler sollen in allen Bereichen beteiligt werden (zum Beispiel: Fingersätze, musikalische Gestaltung),um so die Vielfalt der Möglichkeiten besser kennen zu lernen und ihre Selbstständigkeit zu entwickeln. Individuelle Anpassung an Haltung und Spieltechnik sollten durch sachgerechte Anleitung des Lehrers geschehen, um unnötige Verwirrung zu vermeiden.

Um die Grundbegriffe der Musiklehre zu vermitteln werden statt "trockener" Übungen, bekannte Lieder zum Erlernen des Stoffes ausgesucht. Außerdem macht es dem Lernenden mehr Spaß, wenn aus dem Bekanntenkreis ein positives "Feedback" kommt, und die Übungen einen guten Wiedererkennungswert haben.

Die Einleitung des Stoffes in einzelnen Unterrichtseinheiten ist Sache des Lehrers/der Lehrerin und richtet sich nach Alter, Aufnahmefähigkeit und Fleiß der Schüler.

Im Mittelpunkt des Musikunterrichts steht die Vermittlung von spieltechnischen Grundlagen und musikalischen Fähigkeiten. In der Grundstufe geschieht dies anhand von entsprechenden Übungen. Die Reihenfolge der Lernschritte ist so gewählt, dass sie in kurzer Zeit zu kleinen Erfolgserlebnissen führen um die Freude am Lernen zu erhalten. Zu den jeweiligen Stilrichtungen werden auch Hinweise und wichtige Informationen zu speziellen Rhythmen, Grooves, Begleitpatterns und Spieltechniken gegeben.